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                                        Don Bosco Zentrum Regensburg

                                                                      Damit das Leben gelingt
Currently viewing: Don Bosco Regensburg » Bericht Ibrahim

"Ibrahim - Unser besonderer Gast "



"Wer ein solches Kind in
meinem Namen aufnimmt ..."

 

Seit vergangener Woche halten sich Br. Lothar, eine Sozialabeiterin und ein 4-jähriger Junge aus Sierra Leone im Don Bosco Zentrum Regensburg auf. Der 4jährige Ibrahim, der eine Ebolainfektion überstanden hat – seine Eltern sind tot -, wurde als Waisenkind im verwahrlosten Zustand von der Straße „aufgesammelt“ und in das Kinderschutzzentrum Don Bosco Fambul in Freetown gebracht. Hier stellte sich heraus, dass er vermutlich durch die Folgen von Ebola fast erblindet ist. Br. Lothar, der als deutscher Salesianerbruder in Sierra Leone Waisenkinder betreut, richtete einen Hilferuf an alle Einrichtungen der Salesianer in Deutschland: „Wir haben sehr viele Ferndiagnosen von Augenärzten erhalten, die kaum unterschiedlicher sein könnten. Leider fehlt uns aber ein Arzt, der die Bereitschaft erklärt, sich Ibrahim - zumindest für eine Diagnose in Deutschland anzunehmen.“ Dieser Hilferuf stieß im Don Bosco Zentrum auf offene Ohren. „Unser Zentrum erfährt viel Unterstützung, dann können auch wir einmal für andere etwas tun!“ so P. Wendel der Leiter. Ohne große Umschweife hat Augenarzt Dr. Keller sofort zugesagt, medizinische Hilfe zu leisten und die Diagnostik und Koordination mit der Universitäts-Augenklinik in Erlangen zu übernehmen.



Nach eingehender Untersuchung der Spezialisten in Erlangen wurde festgestellt, dass eine Transplantation der beidseits getrübten Hornhaut zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht möglich ist. Eine Verbesserung der Sehkraft durch eine medikamentöse Erweiterung der Pupillen und dem wechselndem Abkleben der Augen mit Augenpflaster ist möglich und auch gut in Sierra Leone durchführbar. Dr. Keller von den Augenärzten am Dom besorgte Augentropfen, Augenpflaster und Blendschutzbrillen und wird mit Bruder Lothar weiter im ständigem Kontakt stehen.


Eine operative Versorgung in ein paar Jahren halten Prof. Kruse und sein Team von der Uniaugenklinik Erlangen für möglich und haben diese zugesagt.

 


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