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                                        Don Bosco Zentrum Regensburg

                                                                      Damit das Leben gelingt

"Gitarren, Musik, Melodien..."

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Ein gelungener Konzert-Abend
im Don Bosco Zentrum
!




P. ist beschäftigt. Er sitzt an der Kasse, gibt die Eintrittskarten und Programme aus. Der Andrang ist groß und P ist konzentriert dabei. Seit Freitag Abend hilft er, einen profanen Aufenthaltsraum in ein Foyer zu verwandeln, hängt hässliche Getränkeautomaten mit Leintüchern zu, dekoriert die Stehtische, bringt Wegweiser an, baut die Getränketheke mit auf. Er ist aber nicht allein mit der Arbeit, vier weitere Jugendliche beteiligen sich an diesem besonderen Projekt. Am Samstag stehen drei von ihnen in der Küche und bereiten unter der Leitung von Daniela Zintl das Catering vor. Schnittchen werden bestrichen und dekoriert, Käsecracker gebacken, alles muss appetitlich angerichtet werden. Alle sind mit großem Eifer bei der Sache, denn ihre Arbeit ist wichtig.
Am Samstag Abend findet im Don Bosco Zentrum die 4. Nacht der klassischen Gitarre statt, und die Arbeit der Jugendlichen trägt nicht unwesentlich zu deren Gelingen bei. Sie übernehmen die viele Kleinarbeit, die um ein Konzert herum den Abend angenehm macht.
Auf der Suche nach anderen Räumlichkeiten für die Gitarrennacht sind die Veranstalter mit dem Don Bosco Zentrum ins Gespräch gekommen, und bald war die Idee geboren, die wunderbaren räumlichen Gegebenheiten zu nutzen und gleichzeitig die Jugendlichen mit einzubinden. Es soll versucht werden, künstlerische Ambitionen und soziales Engagement zusammen zu bringen.
So beginnt also am 17.11.2012 um 19 Uhr die Nacht der Gitarre mit einem Trio von Francois de Fossa, ein selten gehörtes, liebliches Stück der Frühromantik, der perfekte Einstieg in einen Konzertabend.
´Significatio` von Renè Eespere fordert rhythmische Präzision und zieht das Publikum in seinen Bann. Der Tango von Astor Piazzolla ´Fuga y misterio` schließlich leitet in die erste Pause über. Klara Süli, Violine, Stefan Shen, Cello und Jürgen Faderl, Gitarre, beeindrucken.
Die Pause wird genutzt für Gespräche, für Essen und Trinken - der Verkauf wird von einer Jugendlichen mit Unterstützung von Betreuern übernommen.
Im zweiten Konzert nimmt Rainer Stegmann das Publikum mit auf eine Reise durch unser Sonnensystem. Der Zyklus ´Les Planètes` von Jürg Kindle, erst vor  2 Jahren uraufgeführt, ist voll von Effekten: Percussion, Flageoletts, Verfremdung durch ein Streichholz zwischen den Saiten, Skordatur. Die Zuhörer hören und sehen und staunen.
Nach einer weiteren Pause folgt der traditionellste Teil des Abends. Der junge österreichische Gitarrist Christian Haimel, mehrfacher Wettbewerbsgewinner, versierter Solist und begeisterter Kammermusiker erfreut und erwärmt mit der Rossiniana No. 1 von Mauro Giuliani, mit Isaac Albeniz bekanntem ´Asturias`, ´Granada` und ´Torre bermeja` und beschließt den Abend mit dem träumerischen ´Un Sueno en la Floresta` von Barrios-Mangore. Virtuos, klangschön, gesanglich, perfekt ausphrasiert nimmt Haimel die Zuhörer für sich ein.
Leider ist eine Kirche, auch wenn sie noch so sehr geheizt wird, einfach irgendwann kalt, dennoch genießen die Anwesenden noch die schon traditionelle gemeinsame Zugabe der Mitwirkenden. Aus der angekündigten Volksweise von den Färöer Inseln wird am Ende doch das Thema zu James Bond, Zuhörer wie Mitwirkende haben Spaß.
Nach dem Konzertgenuss gibt es die Möglichkeit zu Gesprächen, auf ein Gläschen und die Reste vom Catering. Es ist ein schöner Abschluss eines gelungenen Abends.
Und P. und die anderen Jugendlichen? Sie haben eine tolle Arbeit geleistet, sie sind zurecht stolz darauf. Besonders wichtig, erzählt Thomas Zintl, ist ihnen, dass sie für ein richtiges Konzert arbeiten konnten, nicht für eine Alibiveranstaltung. Sie fühlen sich anerkannt und gebraucht. Die Idee geht also auf. Und P. strahlt.

 

Das Programmheft zum Download oder zum Ansehen
(Bitte HIER klicken)


Fotos vom Abend



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